Mitarbeitermotivation: Geld ist nicht #1

Wenn das Engagement der Mitarbeiter einen Tiefpunkt erreicht hat, müssen sich viele Unternehmen den Kopf zerbrechen, wie sie ihre Mitarbeiter motivieren können. Mit Gehaltserhöhungen, mehr Flexibilität oder anderen Vorteilen. Diese Entscheidung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Die größten Erfolgschancen haben Unternehmen, die die Arbeit ihrer Mitarbeiter anerkennen.

Geld als Kurzzeitmotivation

Geld ist wichtig, aber nur die grundlegenden finanziellen Erwartungen müssen erfüllt sein. Die Mitarbeiter wünschen sich eine faire Bezahlung: ist das nicht der Fall, können sie nicht an das Unternehmen gebunden werden. Aus einer Untersuchung der 10 wichtigsten Gründe für die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz, bei der über 200.000 Arbeitnehmer auf der ganzen Welt befragt wurden, ging hervor, dass die Anerkennung der Arbeit wichtiger ist als alles andere. Ein attraktives Fixgehalt kam erst an achter Stelle!

Mitarbeitervorteile vs. Gehalt

Wie kann ein Unternehmen am besten seine Anerkennung zeigen? Eine Befragung von "Glassdoor" aus dem Jahre 2015 zeigt auf, dass fast vier von fünf Mitarbeitern lieber neue oder zusätzliche Mitarbeitervorteile hätten als eine Gehaltserhöhung. Die Art der gewünschten Sozialleistungen kann jedoch je nach Stelle oder Land der Beschäftigung unterschiedlich sein. Eine Studie von Sodexo Benefits and Rewards von 2016 zeigt, dass das Angebot von Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten die Attraktivität eines Unternehmens ebenso stark erhöhen kann wie ein attraktives Fixgehalt.

Anreizprogramme für Mitarbeiter

Auch ohne finanzielle Leistungen haben sich viele Anreizprogramme als erfolgreiche Motivationsfaktoren erwiesen. Die Palette der Anreize ist zwar meist recht umfangreich, aber laut Expertenempfehlung ist vor allem ein Merkmal wichtig: Anpassungsfähigkeit. Je nach Perspektive sieht der „beste Bonus“ vielleicht ganz unterschiedlich aus. Wenn man die Mitarbeiter selbst auswählen lässt, wie ihre Arbeit und ihre Leistungsbereitschaft belohnt werden sollen, so kann dadurch das Engagement der Mitarbeiter effizient gefördert werden. Zum Vergleich ein Neueinsteiger und ein langjähriger Manager in derselben Firma: Der neue Mitarbeiter würde sich vielleicht für eine Rückerstattung seiner Studiengebühren entscheiden, während sein Kollege lieber das Urlaubs- oder Wellness-Angebot in Anspruch nehmen möchte. Unternehmen bieten immer flexiblere und kreativere Anerkennungsprogramme an - von bezahlten Fitness-Programmen über steuerbegünstigte Mahlzeiten, wie dem Restaurant Pass Gutschein, bis hin zu skurrilen Leistungen wie dem Einfrieren von Eizellen. Laut "Incentive Research Foundation" kann die richtige Motivation dazu führen, dass sich die Leistung des Teams um 44 % und das Engagement der Mitarbeiter um 27 % verbessert. Kleinunternehmen, sowie größere Firmen können einen großen Nutzen daraus ziehen: Eine weltweite Untersuchung von Sodexo Benefits and Rewards ergab, dass Manager kleiner und mittelständischer Unternehmen, die ein solches Programm eingeführt hatten, einen Anstieg der Produktivität um 88% und eine bedeutende Umsatzsteigerung beobachten konnten.

Der Faktor Mensch

Auch in der Unternehmenskultur gibt es einen Faktor, der wesentlich zur Mitarbeitermotivation beiträgt: Der Mensch. Wenn sich die Mitarbeiter gewürdigt fühlen, entwickeln sie ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen. Dies wiederum führt zu langfristigen Vorteilen: Engagement, Arbeitsmoral, Loyalität und Produktivität der Mitarbeiter steigen an. Aus einigen Studien geht hervor, dass sich die Produktivität um ganze 30 % verbessern kann, wenn die Mitglieder des Teams täglich nur ein einziges Lob erhalten. Eine Studie von McKinsey ergab , dass Motivationsfaktoren wie Anerkennung des Managements, oder die Möglichkeit, eine Führungsrolle zu übernehmen, ebenso effizient funktionierten wie Geldprämien, Gehaltserhöhungen und Aktienoptionen. Es kommt noch besser: 67 % der Arbeitskräfte gaben an, dass ein Lob des Vorgesetzten immer noch die beste Motivation für sie sei und positiver wirkte als finanzielle Anreize und Sachleistungen.
   
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