So etablieren Sie eine wertschätzende Unternehmenskultur

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Viele Arbeitgeber machen sich Gedanken darüber, wie Sie ihre Mitarbeiter wertschätzen können. Besonders in Krisenzeiten wird diese Thematik wichtig, um in der Belegschaft für Sicherheit und Vertrauen zu sorgen. In Österreichs Unternehmen hat dies in der Corona-Zeit laut einer Statista-Umfrage zur Wertschätzung durch den Arbeitgeber bereits gut geklappt. So gaben 70% der Mitarbeiter im Home Office an, dass Sie von ihrem Arbeitgeber fair behandelt würden, während 64% konkreten Dank für ihren Einsatz erhielten. Hinzu kommt die Wahrnehmung von außen, denn attraktive Arbeitgeber können ihre offenen Stellen besser mit den gewünschten Fachkräften besetzen. 

Eine wertschätzende Unternehmenskultur muss allerdings etabliert und durch Evaluierung ständig optimiert werden. Besonders in wachsenden Unternehmen wird unternehmensweite Wertschätzung am Arbeitsplatz zu einer Herausforderung, denn anerkennende Maßnahmen müssen stets zu den aktuellen Bedingungen des Arbeitsmarktes sowie den individuellen Bedürfnissen der Arbeitnehmer passen. Glücklicherweise gibt es vielfältige Möglichkeiten, um als Arbeitgeber Wertschätzung erlebbar zu machen. 

  1. Wertschätzung durch freiwillige Benefits:

Ein beliebter Weg, um Wertschätzung am Arbeitsplatz erlebbar zu machen, sind berufliche Zusatzleistungen. Diese können sozialer, finanzieller, materieller oder gesundheitsfördernder Natur sein. Um freiwillige Benefits im Unternehmen gewinnbringend anzubieten, sind 2 Schritte essentiell:

 

  1. Nutzergrupper Analysen: Was ist Ihren Mitarbeitern rund um berufliche Zusatzleistungen wichtig?
    Die Branchen und Unternehmen in Österreich sind so vielseitig wie ihre Mitarbeiter. Die individuellen Bedürfnisse einer Belegschaft lassen sich daher am besten in Form von Nutzergruppen Analysen erforschen. Denn auf diese Weise erfahren Sie als Arbeitgeber, worauf Ihre Mitarbeiter rund um Benefits Wert legen.

  2. Benefits anbieten: Womit werden Ihre Mitarbeiter tatsächlich unterstützt?
    In einem zweiten Schritt können Sie genau die Zusatzleistungen anbieten, mit denen Ihre Mitarbeiter optimal unterstützt werden. Seien es steuerfreie Benefits, Zusatzvergütungen, Sozialleistungen, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Karrierechancen. Einerseits wird so die Mitarbeiterzufriedenheit und andererseits Ihre Beliebtheit als wertschätzender Arbeitgeber gefördert. 

 

  1. Wertschätzender Umgang miteinander:

Im Alltag wird Wertschätzung besonders gut erlebbar gemacht, denn es handelt sich meist um sich wiederholende Handlungen, die das Interesse am anderen sowie an einem guten Miteinander implizieren. Als Arbeitgeber haben Sie verschiedene Möglichkeiten, um unternehmensintern den wertschätzenden Umgang miteinander zu fördern:

  • Eine Charta zu Wertschätzung veröffentlichen
    Ein Unternehmen, das wertschätzendes Handeln für sich definiert und dies sogar niederschreibt, zeigt die Wichtigkeit dieser Thematik. Außerdem erfährt jeder Mitarbeiter, wie Wertschätzung konkret erlebbar gemacht werden soll und was von jedem einzelnen erwartet wird. Als eine Art Regelwerk sorgt eine veröffentlichte Charta zu Wertschätzung dafür, dass es ein klares Bewusstsein dafür gibt und alle Mitarbeiter sich daran halten.

  • Wertschätzenden Umgang miteinander trainieren
    Auf die Theorie sollte im besten Fall auch etwas Praxis folgen, denn sich respektvoll und anerkennend seinen Kollegen gegenüber zu verhalten ist im stressigen und anspruchsvollen Berufsalltag nicht immer so leicht. Der wertschätzende Umgang miteinander kann trainiert werden, sodass er automatisiert in die alltäglichen Handlungen jedes einzelnen Mitarbeiters übergeht.

  • Anerkennung von Leistung als Teil der Unternehmenskultur einführen
    Wertschätzung für erbrachte Leistungen erfreut sich in allen Belegschaften einer großen Beliebtheit. Denn nach einem nervenaufreibenden, anstrengenden Projekt ein konkretes Lob zu hören, einen freien Tag oder ein Dankeschön in Form eines Geschenk Gutscheins zu erhalten, erhöht bestimmt die Motivation für das nächste Projekt. Als fester Bestandteil der Unternehmenskultur hilft wertschätzendes Handeln zudem über Krisenzeiten hinweg und steigert das Mitarbeiterengagement


Wertschätzung in der Unternehmenskommunikation:

Als besonders wichtiger Bestandteil lässt sich Wertschätzung auch in der Unternehmenskommunikation fest verankern und zieht sich so durch alle Ebenen, Abteilungen und Teams:

    • Positive und wertschätzende Feedback-Kultur einführen
      Feedback zu geben will gelernt sein, denn schnell verfehlt es sein Ziel. Geben Sie selbst positives und wertschätzendes Feedback, sorgen Sie aber auch dafür, dass andere dies tun. Stellen Sie hierfür konkrete Regeln oder einen Guide auf, an denen sich Führungskräfte orientieren können.

    • In Besprechungen Wertschätzung regelmäßig thematisieren
      Bringen Sie die Wichtigkeit einer wertschätzenden Unternehmenskultur in Besprechungen unter Führungskräften, aber auch in Team Meetings immer wieder zur Sprache. 

    • Wertschätzung der Mitarbeiter in die Leistungsbeurteilung für Führungskräfte aufnehmen
      Indem Sie das wertschätzende Handeln von Führungskräften anderen Mitarbeitern gegenüber beurteilen, geben Sie diesem Aspekt eine essentielle Wichtigkeit. Auf diese Weise lässt sich Wertschätzung in alle Ebenen hinein sicherstellen.


Wertschätzung als Führungskraft vorleben:

Der Wille zu wertschätzendem Handeln ist bei vielen Arbeitgebern und Führungskräften bestimmt vorhanden, doch nicht immer gelingt die Umsetzung. Great Place to Work® geht in einem Blogbeitrag auf 5 essentielle Eigenschaften ein, mit denen sich eine wertschätzende Unternehmenskultur etablieren lassen:

 

  1. Genau und relevant sein:
    Reagieren Sie wertschätzend auf konkret erbrachte Leistungen, denn Mitarbeiter stellen diesen Zusammenhang ebenfalls her und erleben die ihnen entgegengebrachte Anerkennung besonders stark. Möchten Sie beispielsweise Ihre Dankbarkeit mit einem Präsent ausdrücken, dann versuchen Sie richtig zu schenken.

  2. Zeitnah wertschätzend sein:
    Es wäre wenig authentisch, sich anerkennend einem Mitarbeiter oder Team gegenüber zu zeigen, wenn bereits zu viel Zeit vergangen ist. Versuchen Sie ein Auge für herausragende erbrachte Leistungen zu haben und reagieren Sie schnell darauf.

  3. Verschiedene Arten der Wertschätzung nutzen:
    Immer wieder zeigen Umfragen, dass den Arbeitnehmern nicht nur mehr Geld wichtig ist. Ein Arbeitgeber, der beispielsweise versucht, seine Mitarbeiter im Home Office zu motivieren, wird in seinem Handeln ebenso wertschätzend wahrgenommen wie ein Dienstherr, der nach einem erfolgreichen Projektabschluss die gesamte Belegschaft zum Essen einlädt. 

  4. Kleine Gesten nicht unterschätzen:
    Es muss nicht immer eine riesen Sache sein, sich den Mitarbeitern gegenüber wertschätzend zu zeigen. Auch kleine Gesten haben oft eine große Wirkung. Ein gehörtes “Gut gemacht!” für eine gute Leistung ist ehrlich und authentisch. Da braucht es keinen Blumenstrauß mit überschwänglichen Worten des Dankes. 

  5. An das große Ganze denken:
    Unterschätzen Sie die Wirkung einer wertschätzenden Unternehmenskultur nicht, denn sie sorgt langfristig für Vertrauen, Sicherheit und Loyalität bei den Mitarbeitern. Beispielsweise zeigen Mitarbeiter Gutscheine für Lebensmitteleinkäufe oder Restaurantbesuche Ihrer Belegschaft, dass Sie Wertschätzung täglich erlebbar machen. 


Fazit: Arbeitgeber haben viele Möglichkeiten, um Wertschätzung erlebbar zu machen

Wie genau das wertschätzende Verhalten aussieht, sollte sowohl von den Bedürfnissen der Belegschaft als auch von den Vorlieben des Arbeitgebers abhängen. Es hätte wenig Sinn, sich auf eine Art und Weise anerkennend zeigen zu wollen, die einem nicht liegt. Probieren Sie verschiedene Möglichkeiten der Anerkennung am Arbeitsplatz aus und finden Sie heraus, was Ihren Mitarbeitern wichtig ist. Sie werden sehen, dass es vielfältige Wege gibt, Wertschätzung als Arbeitgeber erlebbar zu machen. 

Guide: Mitarbeiter Engagement

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